ANJA SCHULTES

Soft-Skill-Führung – Mehr Erfolg durch emotionale Intelligenz

Mehr Erfolg durch emotionale Intelligenz

Emotionale Intelligenz, auch gerne in Verbindung mit Soft-Skills genannt, gilt als einer der wichtigsten Faktoren für Erfolg. In meiner Arbeit merke ich immer wieder, dass Personen und Führungskräfte, die über emotionale Intelligenz verfügen und anwenden können, können sich nicht nur leicht in andere Menschen einfühlen und zwischenmenschliche Beziehungen pflegen, sondern diese Eigenschaft auch nutzen, um im beruflichen Umfeld deutlich bessere Leistungen erreichen.

soft-skill-fuehrung

Im beruflichen Aspekt bzw. der Führung von Mitarbeitern gewinnen soziale Kompetenzen immer mehr an Bedeutung und werden immer öfter Grundlage für Erfolg. Nicht umsonst werden Soft-Skills auf Deutsch auch als Schlüsselkompetenzen bezeichnet.

Emotionale Intelligenz verstehen

Unter emotionaler Intelligenz, oder auch Soft-Skills, versteht man verschiedene Fähigkeiten sowie Kompetenzen, die sich auf den Umgang mit sich selbst und mit anderen Menschen beziehen. Einiger dieser Fähigkeiten sind Mitgefühl, Menschlichkeit, Takt, Kommunikationsfähigkeit und Höflichkeit. Die emotionale Intelligenz gilt in Bezug auf den persönlichen und beruflichen Erfolg in manchen Bereichen wichtiger anzusehen als der Intelligenz-Quotient – kurz IQ.

Zu einem wichtigen Bestandteil der emotionalen Intelligenz gehört das Selbstwertgefühl. Unter dem Selbstwertgefühl oder auch Selbstbewusstsein versteht man die Fähigkeit, ein Verständnis für die eigenen Gefühle, Motive sowie Bedürfnisse zu entwickeln und die persönlichen Stärken sowie Schwächen zu kennen. Ein selbstbewusster Mensch ist optimistisch, sorglos und angstfrei. Ein weiterer Bestandteil ist die Selbstmotivation. Sich selbst zu motivieren bedeutet, sich selbst für eine Tätigkeit zu begeistern, und zwar ohne Einfluss oder Druck von außen. Selbstmotivation funktioniert durch klare Strukturen.

Klare Strukturen entstehen meist durch die Fähigkeit der Selbststeuerung. Auch hierbei handelt es sich um eine Eigenschaft der emotionalen Intelligenz und wird als die Fähigkeit verstanden, Entscheidungen zu treffen, eigene Ziele zu bilden und diese umzusetzen. Dies kann bewusst oder unbewusst erfolgen. Als ein Kernbestandteil ist die Empathie wichtig, um sich in die Gefühle, Bedürfnisse und Gedanken von anderen Menschen einzufühlen und darauf einzugehen. Genauso wie soziale Kompetenz, gilt es hierbei auf Menschen zuzugehen, Kontakte zu knüpfen und Beziehungen zu entwickeln.

Emotionale Intelligenz trainieren und anwenden

Damit emotionale Intelligenz auch in Erfolg mündet, gilt es die eigene emotionale Intelligenz zu reflektieren. Dabei ist es sinnvoll sich regelmäßig mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen. Es gilt dabei, positive Empfindungen bei sich selbst zu wecken und sich nicht von den Problemen abhängig zu machen. Entspannungstechniken wie Meditation und Yoga können hierbei helfen, sich zu konzentrieren und wahrzunehmen, wie man sich fühlt. Es empfiehlt sich, die Perspektive eines anderen Menschen einzunehmen. Auf diese Weise fühlt man sich in andere Menschen ein und zieht Schlüsse daraus. In diesem Zuge ist es durchaus sinnvoll, einen externen Experten hinzuzuziehen, um eine klare Denkweise zu entwickeln.

Grundsätzlich gibt es drei Methoden, um sich selbst und die eigenen Gefühle zu verstehen sowie zu steuern. Zunächst sollte die Achtsamkeit geübt werden. Bei der Achtsamkeit handelt es sich um die intensive Aufmerksamkeit, die man auf die Gegenwart richtet. Achtsamkeit macht Menschen psychisch stabiler und gesünder. Außerdem reagieren achtsame Menschen auf Stressreize weniger verspannt, worin erste Vorteil gerade im beruflichen Umfeld und für Führungskräfte deutlich werden. Durch Selbstgesprächen kann man einen weiteren Vorteil nutzen.

Durch regelmäßiges Sprechen mit sich selber, werden Gefühle und Gedanken in Worte gefasst und geordnet. Auf diese Weise fällt man Entscheidungen leichter. Außerdem baut der Dialog mit sich selbst Stress ab und reduziert Aggressionen. In allen Fällen ist es, bei einer solchen Entwicklung von Soft-Skills, wichtig Gefühle zu akzeptieren und sich damit zu beschäftigen. Hierbei sind nicht nur die eigenen Gefühle gemeint, sondern auch die Gefühle anderer Menschen.

Soft-Skill-Führung

Dass Soft-Skills in der Führung besonders wichtig sind, sollte bereits klar sein. Gerade für Führungskräfte mit hoher Verantwortung für viele Mitarbeiter ist es nicht immer einfach einen klaren Führungsstil zu entwickeln und die eigene Belegschaft im Kern zu verstehen und zu führen, damit die gesetzten Ziele bestmöglich erreicht werden. Gerade Selbstwahrnehmung ist hierbei ein wichtiger Soft-Skill, den es zu verstehen und zu nutzen gilt. Ohne diese Fähigkeit ist es schwer, Empathie zu entwickeln, Mitarbeiter zu verstehen und eine gewisse Form der Selbstregulierung anzuwenden.

Ebenso ist Vertrauenswürdigkeit ein wichtiger Soft-Skill in der Führung. Stellen Sie sich nur einmal vor, dass Ihre Mitarbeiter Ihnen nicht vertrauen und Sie praktisch als „Non-Team-Player“ wahrgenommen werden. Glauben Sie mir, dieses Gefühl ist nicht nur für Sie persönlich schädlich, sondern auch für den Erfolg des Unternehmens. Es gilt also, seinen Mitarbeitern zu zeigen, dass man Ihnen vertraut, um selbst Vertrauen zu bekommen. Verbringen Sie Zeit mit Ihren Mitarbeitern, hören Sie aufmerksam zu und versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Belegschaft.

Geben Sie Feedback und schaffen Sie ein positives Verhältnis zwischen Ihnen und Ihren Mitarbeitern. Wichtig ist dabei, dass das Feedback offen und ehrlich auf das Verhalten, nicht auf die Person bezogen ist. Genauso gilt es Feedback von außen für sich anzunehmen und zu reflektieren. Sie merken, Führungskräfte brauchen gute Kommunikationsfähigkeiten. Und nicht umsonst ist diese Fähigkeit ebenfalls ein wichtiger Soft-Skill. Letztlich entspricht richtiges Delegieren bzw. Führen aus einem Mix zwischen Soft- und Hard-Skills. Ignorieren Sie jedoch die Soft-Skills werden Sie und setzen nur auf Hard-Skills, also den rein fachlichen Kenntnissen, werden Sie auf kurz oder lang als Führungskraft scheitern.

 

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

© 2020 ANJA SCHULTES

Thema von Anders Norén

Follow by Email
LinkedIn
LinkedIn
Share
Instagram
×